
Warum Galliumiodidlampen für die UV-Härtung wirklich wichtig sind
Wenn Sie schon einmal mit Tinte zu tun hatten, die sich auf einer harten Oberfläche „klebrig“ oder „nass“ anfühlte, wissen Sie genau, wie frustrierend das ist. Genau da kommen Galliumiodidlampen ins Spiel.
Die meisten Menschen beginnen mit herkömmlichen Quecksilberlampen – doch diese eignen sich nicht immer für diese Aufgabe. Galliumiodidröhren verändern das Lichtspektrum – insbesondere im Bereich von 320 nm bis 400 nm. Es handelt sich dabei um eine feine physikalische Veränderung – doch sie macht einen großen Unterschied, wenn man mit dicker Tinte oder hochwertigen Klebstoffen arbeitet.
Das Problem der „Häutung“
Wenn man eine Kurzwellenlampe auf einer dicken Schicht Tinte verwendet, härrt die obere Schicht fast sofort aus. Das klingt gut – doch in Wirklichkeit entsteht dadurch eine Art „Schutzschicht“, die die unverarbeiteten Monomere unter der Oberfläche einschließt. Das Ergebnis ist ein Produkt, das zwar scheinbar gehärtet ist, aber in Wirklichkeit in der Mitte noch weich ist. Galliumiodidlampen lösen dieses Problem: Sie dringen durch die obere Schicht und erreichen so den darunterliegenden Untergrund, sodass alles vollständig gehärtet wird.
Kühlung ist essentiell
Diese Lampen sind nicht einfach so einzusetzen. Man muss sicherstellen, dass der Ballast die Spannung sowie die Leistung der Lampe perfekt unterstützt. Zudem werden diese Lampen sehr heiß. Da sie viel Energie benötigen, um die Verarbeitungsgeschwindigkeit zu erhöhen, muss das Kühlsystem entsprechend leistungsstark sein. Egal, ob man Luft- oder Wasserkühlung verwendet – man darf hier keine Kompromisse eingehen. Wenn die Kühlung versagt, wird die Quarzkapsel geschädigt, und die Lampen verbrennen bereits nach wenigen Hundert Stunden aus.
Mehr als nur eine Teilenummer
Wir versenden die Lampen nicht einfach in einer Box. So funktioniert die reale Produktion schließlich nicht. Wir haben schon zu viele Betriebe gesehen, die versucht haben, Probleme bei der Härtung dadurch zu lösen, dass sie einfach die Leistung der Lampen erhöhten. Das ist meist ein Fehler. Es fehlt nicht an Leistung – es fehlt vielmehr das richtige Licht. Wir versuchen lieber, den richtigen Balancepunkt zwischen Geschwindigkeit und Dicke der Tinte zu finden. Dadurch wird eine perfekte Härtung erreicht – ohne dass die Lampen nach wenigen Hundert Stunden kaputtgehen oder viel Elektrizität verschwendet wird. So läuft die gesamte Prozedur reibungsloser ab.